Rituale am Morgen und warum sie so wichtig sind

Lesezeit: etwa 5-7 Minuten

 

 

Viele erfolgreiche Menschen haben sich ein, zwei oder auch mehr Rituale am Morgen zu Eigen gemacht, um einen perfekten Start in Ihren perfekten Tag zu haben.

 

1)

Eines dieser Rituale kann sein, sogleich, nachdem Sie aufgewacht sind, „Danke“ zu sagen. Einfach „Danke.“ Und indem Du Dich zu freust mit diesem „Danke“, dass Du wieder aufgewacht bist, dass Du die Möglichkeit hast, deinen Träumen nachzugehen, die Möglichkeit hast, die Welt zu verbessern und dein Leben zu etwas Besonderem zu machen.

 

Dankbarkeit ist wichtig, denn es erinnert Dich daran, dass Du gerne lebst, dass Du es zu schätzen weißt, dass Du ein Bett hast, ein Dach über den Kopf und etwas zu Essen, um deinen Magen zu füllen. Und aus dieser Dankbarkeit kannst Du eine unglaubliche Kraft schöpfen, nämlich Freude am Leben und die Möglichkeit, diese Freude an deine Mitmenschen weiterzugeben. Dazu hilft sie Dir, dein Leben als etwas Besonderes betrachten zu können, als etwas, das zu jederzeit zu Ende sein kann und dass Du an diesem Tag zu sagen vermagst, dass Du es leidenschaftlich und vollständig und wundervoll und glücklich gelebt hast.

 

 

2)

Ein weiteres dieser Rituale kann das morgendliche Machen des eigenen Bettes sein. Ein Admiral aus der U.S. Navy hat in einer sehr ansprechenden Rede die Wichtigkeit dieses Rituals dargelegt. Er selbst hat diese strenge Ordnung der Armee bezogen auf das Bettenmachen in der Früh lange Zeit nicht verstanden. Bis er gelernt hat: Das morgendliche Bettenmachen ist der erste, sichere Gewinn des Tages. Etwas, auf das man stolz sein kann. Dies hört sich vielleicht ein wenig komisch oder seltsam an, aber wir selbst legen fest, was uns stolz macht und was für uns ein „Sieg“ darstellt. Niemand sonst. Admiral McRaven meint, dass, wenn man die kleinen Dinge des Lebens – wie das morgendliche Bettenmachen – schon nicht richtig machen kann, auch die großen Dinge in seinem Leben nicht richtig machen kann. Hast Du also das Bett gemacht, kann der Tag beginnen. War es ein wunderbarer, erfüllter Tag gewesen, wird Dir das gemachte Bett am Abend als Abrundung eines wunderbaren, erfüllten Tages vorkommen. Dass der Tag von seinem Beginn an bis zum Ende in der Nacht von Vollständigkeit geprägt war. War der Tag hingegen kein besonders guter gewesen – und das kann tatsächlich vorkommen – so kommst Du nach Hause in dein Schlafzimmer und siehst das gemachte und ordentliche Bett von heute Morgen und erinnerst Dich an deinen Sieg des Tages in der Früh. Weiter fühlst Du Dich wohl, als wenn die Bettdecke noch so liegen würde, wie sie wäre, als Du aufgestanden bist, ohne sie danach gerichtet zu haben. Diese Tatsache, ein ordentliches Bett vorzufinden, wird Dir in Erinnerung rufen, dass selbst ein schlechter Tag gut zu enden vermag, nämlich mit einem gemachten Bett. Und so wirst Du mit einem guten Gefühl schlafen gehen und für den nächsten Tag vorbereitet sein und diesen zu etwas wunderbaren werden zu lassen.

 

Hier ist der Link zum Video von Admiral McRavens inspirierenden Rede.

 

 

3)

Ein drittes Ritual kann die Meditation sein. Es reicht aus, wenn Du am Tag 10 – 15 Minuten lang meditierst, nur auf deinen Atem hörst und an sonst nichts denkst. Dies wird Dir am Anfang im Regelfall sehr schwer fallen, weil Du nicht gewohnt bist, deinen Geist zu solch einer Ruhe kommen zu lassen. Viele Menschen sind der Ansicht, dass sie aus der Meditation heraus unglaubliche Kraft schöpfen, dass sie sich dem Hier und Jetzt um einiges mehr verbunden fühlen als vor der Meditation und sich für den Tag vorbereiteter, ausgeglichener und leidenschaftlicher fühlen. Du musst nicht unbedingt am Morgen meditieren. Meditation funktioniert zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Probiere es aus, wann für Dich die beste Zeit zur Meditation ist. Wenn Du nicht weißt, ob Meditation etwas für Dich ist, empfehlen wir folgende Übung: Wenn Du dich einmal vollkommen ausgelaugt, gestresst und überfordert fühlst, schalte den Computer aus, stell das Telefon und Smartphone ab, setz dich an einen gemütlichen Platz, schließ die Augen und versuche, alles auszublenden und nur auf deinen Atem zu achten, wie er in dich einströmt, Dir Lebensenergie einhaucht und wie er danach wieder aus Dir herausströmt. Dies machst Du 10-15 Minuten lang. Du wirst Dich danach wie neu geboren fühlen, bereit, all die Aufgaben, die Du heute noch erledigen musst, anzupacken. Und zwar mit vollster Zuversicht, dass nichts zu viel für dich sein kann. Wenn Du dich natürlich gerade in deiner Arbeit, in der Uni oder in der Schule befindst und das Gefühl hast, jeden Tag kommt mehr auf dich zu, mach diese Übung am besten, bevor Du in der Früh aus dem Haus gehst und am Abend, wenn Du heimkommst, um wieder abschalten zu können.

 

 

4)

Ein weiteres Ritual kann ein ausgewogenes Frühstück sein. Dies kann sich zum Beispiel folgendermaßen zeigen: Schneide einen Apfel, eine Banane, eine Mandarine oder Orange und weiteres Obst, das Du gerne isst, in kleine Stücke. Misch dazu Roggenkörner und Vollkorn hinzu und dazu Magerquark, Milch oder Naturjoghurt, runde das Ganze mit einem Löffel Honig ab und lass es Dir schmecken. Eine ausgewogene Ernährung hilft uns, unsere Ziele und Träume zu erreichen. Den Rest, der übrig bleibt, kannst Du in die Schule, in die Uni oder zum Arbeitsplatz mitnehmen und in deiner Pause essen. Oder auch am Abend verspeisen.

 

 

 

Rituale können sehr wichtig sein, solange Sie uns nicht in unserer Freiheit einengen. Sie können uns einen wundervollen Start in den Morgen ermöglichen, um den Tag von Anfang an, gleich nach dem Aufstehen, mit einem guten und positiven Gefühl zu beginnen. Und dieses Gefühl wird uns den Tag über begleiten und uns dabei unterstützen, einen perfekten Tag zu erleben. Einen Tag, der uns in Erinnerung bleibt, voller Schönheit und Vollständigkeit. Und dies kann jeder Tag sein. 365 Mal im Jahr. Bereits schon morgen. Bereits schon heute! Jetzt!

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