Ausbruch aus deiner Komfort-Zone

Lesezeit: etwa 7-12 Mintuen

 

 

Als Komfort-Zone kann man die eigene Couch bezeichnen, auf der man die ganze Zeit über nur liegt, zu Hause bleibt und nichts tut. Dies kann im Leben bedeuten, dass man seinem alltäglichen und normalen Alltag nachgeht, nichts anderes macht als die Tage zuvor in seinem Leben, mehrere Jahre lang:

Aufstehen, Frühstücken, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, zu Abend essen, ins Bett gehen. Jeden Tag. Bis zur Rente. Also führst Du letzten Endes ein solches Leben:

 

Gleichbleibend, ohne viele Emotionen, gelangweilt und langweilig (Wie dieser arme Hund auf dem Foto ... nicht nur Hunde können so traurig schauen).

 

In der Komfort-Zone fühlt man sich "wohl" (nicht zu verwechseln mit vollständig und erfüllt, weil man an sich ja als Mensch weiß, dass man sich selbst weiterentwickeln möchte), man fühlt sich beschützt und gut aufgehoben.

 

Die Komfort-Zone ist Bequemlichkeit und Ruhe, es ist jedoch das Gegenteil von Abwechslung, es ist das Gegenteil von etwas Neuem.

Die negativen Auswirkungen der Komfort-Zone bekommt man am ehesten in deiner Beziehung zu spüren. Egal, ob man erst zwei Monate zusammen oder bereits mehrere Jahre verheiratet ist. Die Komfort-Zone ist Gift für das eigene Leben und Gift für die Beziehung. Es stellt sich Unglücksein des Partners ein, wenn man es abstellt, die Dinge zu tun, die man getan hat, um seinen Partner zu gewinnen, oder die Sachen abstellt, die das Kribbeln im Bauch in der Anfangszeit der Beziehung verursacht haben. Die Komfort-Zone lässt uns meinen, dass uns alles sicher ist. Dass alles so bleibt, wie es ist.

Das ist ein Trugschluss, eine Fata-Morgana.

 

Wenn wir uns bequem zurücklegen und meinen, unser Partner bleibt sowieso bei uns, denn er ist ja zu uns gekommen, ist das der erste Schritt in Richtung Trennung.

 

Haben wir zuvor einen guten Körper gehabt, weil wir dreimal die Woche trainiert haben und tun dies nicht mehr, stellt dies bereits eine Veränderung dar. Haben wir unserem Partner am Anfang noch schöne Dinge gesagt, Komplimente gemacht, haben Ausflüge unternommen, haben ihn oder sie überrascht, haben ihn oder sie als etwas Besonderes angesehen und tun wir dies mit der Zeit nicht mehr, stellt dies auch eine Veränderung dar.

 

Die Komfort-Zone ist keine Sicherheit, die Komfort-Zone stellt eine Veränderung dar, nämlich als erstes Veränderung in unsere Gedankenwelt, indem sie uns vorspielt, alles zu haben und alles zu behalten.

 

Als zweites handeln wir nach diesen Gedanken und lassen unserem Partner dies auch spüren. Zurückkommen werden – und wenn wir ein wenig Empathie entwickeln, sehr nachvollziehbar – genervte Worte, Unglücksein, Streit usw.

Wenn wir dies feststellen, müssen wir nach Ursprung dieses Verhaltens suchen … und uns fragen, was WIR anders machen können, um unseren Partner wieder glücklich zu machen. Um die Beziehung zu einer werden zu lassen, die beide Teile vervollständigt.

 

Was können wir also machen? Wir können mit unserem Partner darüber reden, wir können auch diese Dinge wieder in unsere Beziehung einfließen lassen, die beide am Anfang der Beziehung so erfüllt haben. Dies kann sich in einer kleinen Geste von Wertschätzung und Liebe widerfinden oder auch in etwas großem wie ein seit Ewigkeiten geplanter Urlaub, den man bislang noch nie in die Tat umgesetzt hat. Es gibt so vielerlei Möglichkeiten, seinen Partner zu überraschen, ihn wissen zu lassen, dass er oder sie keine Selbstverständlichkeit darstellt.

 

 

Und diese Komfort-Zone belastet nicht nur unser Beziehungsleben, sondern unser Leben an sich. Vergessen wir, spontan zu sein, vergessen wir, was unsere Träume von einst waren und machen nichts, was uns begeistert, was uns erfüllt … sind wir dann noch Menschen oder lediglich Zombies, die durch das Leben schlürfen (so wie wohl etwa 90 % der Menschen um uns herum)?

Wolltest Du schon lange einmal eine Sprache erlernen? Wolltest Du schon lange einmal ins Fitnesscenter gehen, um den Stadtmarathon mitlaufen zu können? Wolltest Du einfach mal nach der Arbeit einen Ausflug mit Dir allein oder Freunden oder deinem Partner unternehmen? Eine Buchreihe lesen, die Dich schon lange interessiert? Dich nach einem neuen Job umsehen? Nach einer neuen Wohnung? Ein Gedicht schreiben? Ein fremdes Land besuchen? Eine neue Sportart zu erlernen? Dein Leben so leben, wie Du es Dir immer erträumt hast?

 

Der beste Zeitpunkt, es zu tun, ist nicht morgen, ist nicht später, sondern immer JETZT. Wenn Du nicht jetzt leben willst, wann dann? In einem Jahr, nachdem Du mit deiner Ausbildung oder deinem Studium fertig bist? Wir schieben so leicht unser Leben nach hinten hinaus, dass wir irgendwann vergessen, was wir alles tun wollten. Und dies ist so schade, denn wenn wir begreifen, dass WIR selbst es zu ändern vermocht hätten, ist es meist zu spät. Leben Sie Ihr Leben! Bring Freude in Dich und damit für deine Mitmenschen!

 

 

 

Wie breche ich aus meiner Komfort-Zone aus?

 

 

1) Der erste Schritt, ist zu erkennen, dass wir selbst ausbrechen können und niemanden dafür brauchen. Dies hört sich vielleicht einfach an, jedoch übernehmen wir bereits bei diesem ersten Schritt Verantwortung für uns selbst, nämlich, dass wir selbst unser Leben bestimmen. Dann gibt es kein Beschweren mehr, dann gibt es nur noch Handeln. Wenn wir etwas nicht tun, haben wir die Verantwortung darüber. Dieser erste Schritt, den man äußerlich nicht sehen kann, ist vielleicht der Schwerste, ist derjenige, der in uns die meiste Veränderung bringen wird: Zu erkennen, dass wir selbst etwas ändern müssen, dass wir es ändern müssen, bequem zu sein, sondern in uns etwas schaffen wollen, dass uns beflügelt und anderen vielleicht sogar als Inspiration dient.

 

 

2) Der zweite Schritt ist, nicht das große Ganze zu sehen, sondern in kleinen Schritten unserem Ziel näher zu kommen.

 

 

3) Der dritte Schritt ist, sich auszumalen, was wäre, wenn ich diese Ziele nicht erreiche. Zerbricht meine Beziehung? Sterbe ich früher, wenn ich nicht aufhöre, ungesund zu essen? Bleibt in mir eine Leere, wenn ich jetzt diese Sachen nicht anpacke, die mich begeistern? Male Dir all die Bilder aus, schreib es Dir zur Not unter deine Liste von Zielen, die Du im Leben hast, sodass es für Dich die größtmögliche Abschreckungswirkung hat, deine Ziele nicht anzupacken! Dann mal Dir aus, was passieren würde, wenn Du deine Ziele erreichst! Schreibe Dir auch dies darunter. Erschaffe Dir ein Bild von deiner "perfekten" (verwechsle dies bitte nicht damit, perfekt sein zu MÜSSEN; das will niemand!) Beziehung, von deinem erfüllten Leben! Notiere Dir deine Gefühle, wenn Du erreicht hast, was Du erreichen willst. Wie dein Tag dann aussieht. Mit wie viel Freude Du durch dein Leben gehen wirst!

 

 

4) Und der vierte Schritt ist nun, es anzupacken und nicht aufzuhören! Nicht aufzuhören, das Beste in deiner Beziehung zu geben! Nicht aufzuhören, sich jeden Tag neu zu erfinden, nicht aufzuhören, all die guten Dinge in deinem Leben zu sehen! Immer weiterzumachen. Man ist nicht jeden Tag gleich aufgelegt, man kann nicht jeden Tag 110 % geben, aber Du musst Dir am Anfang eine neue Routine schaffen, sodass Du Dich daran gewöhnst, aus der Komfort-Zone auszubrechen! Und Du wirst Dich daran gewöhnen, es wird für Dich Alltag werden, dein erfülltes und schönes Leben zu führen. Es wird für Dich „normal“ werden, nach all dem zu streben und dafür alles zu tun, was notwendig ist, was Du Dir vorgenommen hast - und dies ohne den Druck, nur dann glücklich zu werden, wenn Du es erreicht hast (wie das geht, behandeln wir in unserem Kurs über Selbstbewusstsein). Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und diese Gewohnheiten kann man auch entwickeln, indem man solche Sachen anpackt. Wenn Du "müde" wirst, nimm deine Zielliste zur Hand und erinnere Dich, warum Du die Ziele erreichen willst und lies Dir deineNotizen zur Abschreckung durch! Geh dann in Dich und mach Dich deiner Gefühle klar, die Du haben wirst, wenn Du dein Ziel erreicht hast. Und dann mach weiter!

 

 

 

Dies erfordert Verantwortung. Verantwortung, sich selbst gegenüber! Du wirst Verantwortung über dein eigenes Leben nehmen, das wohl eine der schwierigsten Verantwortungen darstellt, die es gibt.

Doch Du wirst es schaffen! Dazu gehört auch, während dem Streben nach deinem Ziel auf sich zu hören und auch mal eine Pause einzulegen, wenn Du diese benötigst. Doch die Verantwortung beinhaltet auch, dann die Pause nach Erholung wieder aufzuhören und wieder weiterzumachen! Wenn wir diese Verantwortung über uns selbst übernehmen, werden wir uns neu erfinden. Wir werden unser Leben leben, wie wir es uns immer erträumt haben. Wir werden andere dazu inspirieren, etwas aus ihrem Leben zu machen. Wir werden damit etwas schaffen, dass uns und damit die Welt besser macht. Wir haben die Verantwortung über uns selbst. Die Entscheidung, ob Du diese Verantwortung übernehmen willst, kannst nur Du treffen! Entscheide Dich!

Und dann geh deinen Weg!

 

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