Wie unsere Glaubenssätze unser Leben beeinflussen

Lesezeit: etwa 5 - 7 Minuten

 

 

Kennst Du die folgende Geschichte?

 

Man war der einhelligen Ansicht, dass ein Mensch nicht in der Lage sei, eine Meile (=1609 Meter) in unter vier Minuten zu laufen. Bis zum Jahr 1954 versuchten es Tausende, und sind allesamt gescheitert. Dann kam das Jahr 1954. Ein Mann namens Roger Bannister schaffte es, diese Meile in unter vier Minuten zu laufen. Und wissen Sie, was in diesem Jahr noch alles so geschah? 37 weitere Läufer durchbrachen nochmals die magische 4 Minuten-Marke.

Unglaublich, nicht wahr? Wie konnte diese eine Meile jahrhundertelang nicht unter 4 Minuten gelaufen werden und in einem Jahr auf einmal insgesamt von 38 verschiedenen Menschen? Was hatten Roger Bannister und die anderen 37 Läufer anders gemacht als zuvor? Gut trainiert? Anders trainiert? Gedopt? Schmiergeld an den Zeitnehmer bezahlt?

 

Nein, sie haben an sich geglaubt und keine sogenannten allgemeingültigen Ansichten übernommen, die irgendwelche Leute, die sie nicht einmal kannten, aufgestellt hatten. Roger Bannister hat seine innere Haltung gegenüber der Unmöglichkeit aufgegeben und sich neu konditioniert, nämlich dahingehend, dass es ganz und gar nicht unmöglich ist, eine Meile in unter vier Minuten zu laufen. Und damit brach er den allgemeinen Glauben der Spitzenläufer und folglich musste das früher aufgestellte Glaubensmuster aufgegeben werden, denn nun hatte es tatsächlich am 06. Mai 1954 jemand geschafft, das Unmögliche möglich zu machen. Warum sollte es nun für andere Spitzensportler nicht ebenfalls möglich sein? Die Grenze in den Köpfen der Spitzenläufer war wie weggeweht und als sie ihre einengenden Gedanken nicht mehr hatten, konnten sie auf einmal diese vier Minuten unterbieten.

 

Die Macht des Glaubens unterschätzen viele Menschen. Sie übernehmen von der Öffentlichkeit anerkannte Glaubensmuster und Grenzen unreflektiert und stellen sie als wahr hin. Doch wer sagt uns, dass etwas wahr ist? Deine Eltern? Das Fernsehen? Die Öffentlichkeit? Eine Studie? Ein Beweis? Nehmen wir die anerkannten physischen Beweise aus dieser Überlegung heraus und widmen wir uns dem, was DU im Leben erreichen kannst. Und warum Du es bisher vielleicht nicht erreicht hast:

Roger Bannister hat sich das Ziel gesetzt, die Meile unter 4 Minuten zu laufen. Darauf hat er trainiert, er hat an sich gearbeitet und für ihn selbst war sein Ziel möglich. Davon ausgehend ist es also mit dieser Überlegung unausweichlich, sich als allererstes ein Ziel zu setzen, was Du in deinem Leben erreichen willst. Das kann alles Mögliche sein: Die Ansprache an deinen Traumpartner. Das Zusammenkommen mit ihm oder ihr. Ein neuer Rekord in einer Sportart. Eine Million Euro (übrigens: dieses Ziel alleine macht nicht glücklich). Ein ausgeglichenes Sein. Ein glückliches Familienleben. Vollständigkeit.

 

 

Jetzt eine wichtige Frage an Dich: Fliegt Dir irgendetwas von alleine zu? Wohl kaum.

Jeder erfolgreiche Mensch hat für seine Ziele bislang arbeiten müssen. Er hat Zeit und manchmal auch Geld investieren müssen, seine Kraft und seinen Geist, um an sein Ziel anzukommen. Diese Menschen haben öfters Rückschläge erleiden müssen und hatten mit sich selbst zu kämpfen. Doch sie blieben hartnäckig und fanden nach Rückschlägen neue Möglichkeiten, ihrem Ziel schrittweise näher zu kommen. Und was immanent ist, diesen Menschen war eines gemein: Sie haben sich nicht an die Glaubensmuster anderer gehalten. Sie haben ihre Glaubensmuster selbst aufgestellt und sich selbst gesagt, was letzten Endes in IHREM EIGENEN Leben möglich ist und was nicht. Nein, es ist nicht alles möglich, aber konträr doch so vieles, was man von anderen eingetrichtert bekommt, was nicht möglich sein soll. Es gibt zig Beispiele, in denen es mit Schulden behaftete Menschen gegeben hatte, die auch keinen Universitätsabschluss innehatten und sich doch innerhalb weniger Jahre einen Millionär nennen durften. Auch diese Menschen haben ihrem Umfeld nicht geglaubt, dass so etwas doch gar nicht möglich sein kann.

Sie haben der Allgemeinheit nicht geglaubt, dass es so etwas nur im Kino, oder wenn wirklich in der Realität, woanders, aber nicht hier - vor allem nicht bei ihnen selbst -, geben konnte.

 

Wer sagt denn das, dass es so etwas ganz und gar Unmögliches nicht bei Dir geben kann? Wer? Wer sagt Dir, dass Du mit deinem besonderen Mann oder deiner besonderen Frau keine Beziehung haben kannst? Wer sagt Dir, dass Du diesen speziellen und von Dir erwünschten Schul- oder Universitätsabschluss nicht erreichen kannst oder diesen einen Job nicht haben kannst? Wer sagt Dir, dass Du nicht ein erfülltes, wunderschönes Leben haben kannst, auf das Du im Alter von 80 oder 90 Jahren mit vollster Zufriedenheit zurückblicken kannst? Wer? Das Recht, dies zu sagen, hast nur Du dir selbst gegenüber. Wer weiß denn schon, was Du erreichen kannst und was nicht? Nur Du! Glaub an Dich!

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